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Bilanz 5 Jahre Irak-Krieg

Seit 5 Jahren tobt der Krieg im Irak, das von Bush frühzeitig erklärte „Ende der Hauptkampfhandlungen“ hat daran nichts geändert. Grund genug, sich die Bilanz der selbsternannten Verbreiter von „Freiheit und Demokratie“ mal genauer anzusehen. Der Lebensstandard ist heute niedriger, die Lebenserwartung geringer, die Analphabetenquote höher, die Löhne niedriger und die Preise höher als unter Saddam (während der mörderischen UN-Sanktionen!), wobei natürlich außer Söldnern so gut wie niemand Arbeit hat. Die irakische Bevölkerung wurde von den Friedensbringern um über eine Million Menschen dezimiert, die Gesundheitsversorgung zerschlagen, die Bodenschätze privatisiert und die Wirtschaft zerstört. Die Marionettenregierung hat mit der Sekularität des Baath-Regimes gebrochen, den Islam zur Staatsreligion erklärt und Teile der Scharia gesetzlich verankert. Die Bevölkerung wurde anhand aufgepfropfter ethnischer und religiöser Linien aufgeteilt und gegeneinander gehetzt. Selbst die UN muss zugeben, dass es den Irakern heute „in Freiheit“ sehr viel schlechter geht, als unter „der Diktatur“.

Alles Spitze also, und das erklärte heute auch George Bush. Und natürlich ist, wer das anders sieht, ein Volksverräter. Die haben selbstverständlich im „Land of the free“ kein Recht auf freie Meinungsäußerung. Deshalb wurden zahlreiche Anti-Kriegs-Protestierer in den USA heute von der Polizei in Zellen verfrachtet. Z.B. wegen schlimmen Vergehen wie dem Tragen eines Hutes mit dem Spruch „Kein Blut für Öl“. Die private US-Gefängnis-Industrie wird sich freuen. Schon heute hat sie über zwei Millionen Menschen als Zwangsarbeiter requiriert. Da machen die 200 von heute das Kraut im Gefängnisstaat Nr.1 auch nicht mehr fett.

That`s what democracy looks like

Ex-Präsidentschafts-Kandidat Kerry sprach vor kurzem an der Universität von Florida. Ein Student fragte ihn, warum er nach der Wahl 2004 so schnell aufgab, statt für die Aufklärung der Machenschaften bei der Wahl zu sorgen. Während Kerry antwortete, wird der Studwent von Polizisten überwältigt und mit Elektroschockern traktiert.

Im Auftrag des Herrn

Die Regierung hat vorgesorgt – im Katastrophen- oder Terror-Fall sollen Spezialeinheiten bestehend aus Klerikern ausgesandt werden um das kollektive Seelenheil zu retten und die Bevölkerung zum Gehorsam gegenüber den Herrschenden anleiten. Nein, bei dieser Geschichte es handelt sich nicht um ein Hollywood-Sequel zu „Van Helsing“ oder „Constantine“ – sondern um aktuelle Maßnahmen der US-amerikanischen Adminsitration. Tatsächlich sollen sog. „Clergy Response Teams“, bestehend aus Pastoren der Kirchen und Scientology-Mitgliedern aufgebaut werden, um bei Ausrufung des Ausnahmezustands ausrücken zu können.
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Ein Land hinter Gittern

Wie das Institut der Deutschen Wirtschaft unter Berufung auf Zahlen der University of London mitteilte, sind die USA bei der Quote der Gefängnisinsassen Weltspitze und übertreffen alle „Schurkenstaaten“ bei weitem. Während im OECD-Schnitt auf 100000 Einwohner 276 Gefängniosinsassen kommen, lag die Zahle im „Land of the Free“ bei 737. Abgeschlagen liegt Polen auf Platz 2 mit einem Abstand von 500.

Grund könnte das private Knastsystem der USA sein, in dem die Gefängnisfirmen von jedem Inhaftierten profitieren – die meisten der insgesamt 2,2 Millionen Gefangenen werden mit kostenloser Zwangsarbeit ausgebeutet. Natürlich drängen die beteiligten Unternehmen stetig auf Gesetzesverschärfungen und Anhebungen der Strafmaße.

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