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Fundamentalisten fordern staatliche Verfolgung von Ungläubigen in Deutschland

Dass es sich bei der BRD um ein säkuläres Regime handelt, wie in Selbstdarstellungen, die als Feinderklärung gegen fremde Religionen gedacht sind, immer wieder explizit erklärt – wer mag das mit Blick auf die Verflechtung von Staat & Kirche in diesem Land schon glauben. Den Fundamentalisten jedenfalls geht die Macht der Krake Kirche, die jetzt schon in so gut wie alle Lebensbereiche vorgedrungen ist nicht weit genug. Deshalb soll die staatliche Verfolgung von Ungläubigen ausgeweitet werden.

Die bayerische Landesregierung arbeitet fieberhaft an einem Gesetzentwurf, der die Strafen für „Gotteslästerung“ verschärfen soll. Geht es nach den christlichen Partei-Fundamentalisten soll in Zukunft nicht mehr „nur“ die „Beschimpfung von Religion und Kirche“ strafbar sein, die „den öffentlichen Frieden stört“. Als ob der entsprechende Paragraph § 166 StGB nicht schon genügend Schande für eine angebliche Demokratie im Jahr 2007 wäre, soll nun auch noch „Herabwürdigung und Verspottung“ strafbar werden. Z.B. Witze über die Kirche, oder Aufklärung über deren Machenschaften könnte dann mit bis zu 3 Jahren Gefängnis geahndet werden. Im momentan herrschenden Klima des christlichen Kulturkampfes könnte bereits die öffentliche Erklärung, nicht an religiösen Mumpitz zu glauben, von christlichen Richtern als „Herabwürdigung“ angesehen und mit drakonischen Strafen belegt werden. Als Grund für die Initiative nennt die CSU die infantile Zeichentrickserie Popetown mit dem Papst als Hauptcharakter, die letztes Jahr auf MTV lief.
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla beeilte sich, die bayerischen Kollegen von seinem Glauben und Willen zur Mission zu überzeugen, und forderte Kreuze in allen Schulen und Gerichten. Schließlich soll die Indoktrinierung und Gleichschaltung dieser „offenen Gesellschaft“ schon von klein auf beginnen.

Update: Auch Telepolis nimmt sich den Eiferern in den religiösen Parteien an und schlägt den Bogen zu Eva Hermanns neustem Machwerk und ihren selbst für die Bild zu offen rechten Statements die inzwischen bis zum Lob von Hitlers Familienpolitik reichen.