Archiv für Mai 2007

Deutscher Nationalstolz gestärkt

Nachwirkungen der WM?

Das meint jedenfalls die Financial Times Deutschland:

Die Fußballweltmeisterschaft des vergangenen Jahres hat den Stolz der Deutschen auf ihr Land dauerhaft gestärkt. Auch ein Jahr nach dem Großereignis sind 62 Prozent der Einwohner der Meinung, dass durch die WM das Nationalbewusstsein gestärkt wurde. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Ipsos für die FTD. Unmittelbar nach der WM im Sommer 2006 hatten 68 Prozent der Befragten erklärt, das Nationalbewusstsein sei gestärkt worden.

Über 90 Prozent derjenigen, die einen gestiegenen Nationalstolz wahrgenommen haben, beurteilen diese Entwicklung als positiv.

Osten nicht ganz so scheiße?

Von einem gestärkten Nationalbewusstsein gehen vor allem die Einwohner im Westen und besser ausgebildete Personen aus. Im Osten sieht nur eine knappe Mehrheit von 49 Prozent ein gestiegenes Nationalbewusstsein, 47 Prozent sehen keine Veränderung. „Steigendes Nationalbewusstsein bedeutet auch steigendes Selbstbewusstsein. Deutschland ist stolz und vielleicht auch ein wenig überrascht über das, was mit der WM auf die Beine gestellt worden ist“, sagte Hans-Peter Drews von Ipsos.

Der organische Volkskörper ist also stolz auf sich, und kann sich nun noch mehr gegenüber seinen nationalstaatlichen Konkurrenten und den eigenen Gliedern und Rädchen im Getriebe herausnehmen. Da freut sich das bürgerliche Journalistenherz!

Einen kritischen Rückblick auf die Ereignisse rund um die WM finden man hier.